Seit April wird auf einem Feld in Radebeul-Naundorf, in der Nähe der Brücke nach Niederwartha, Gemüse an. Das Besondere: Dieses Gemüse findet definitiv einen Verbraucher. 100 Ernteanteile wurden vergeben. Seit April gibt es eine Warteliste. Das Konzept, das hinter dem Hof in Radebeul steht, der neben dem Feld auch noch Gewächshäuser auf der anderen Elbseite in Dresden Cossebaude bewirtschaft, heißt „solidarische Landwirtschaft“.

Solidarisch – das bedeutet ein Geben und Nehmen in Gemeinschaft. Das Miteinander von Produzenten und Verbrauchern wird so auch bei „Dein Hof“ großgeschrieben. Alle, die möchten, auch Nichtmitglieder, können mithelfen – jeden Mittwoch, wenn geerntet wird. Das Konzept stammt dabei ursprünglich aus Japan und wurde dort in den 1950er Jahren entwickelt. Doch seit mehr als 30 Jahren gibt es auch in Deutschland Höfe, die per Vertragslandwirtschaft, ein Synonym für die „solidarische Landwirtschaft“, bewirtschaftet werden.

Indes stehen solche alternativen Modell der Produktion in einem größeren Zusammenhang. So fordert am Samstag breites Bündnis, die Förderpolitik für Landwirtschaft des Freistaates Sachsen, zu überdenken. Außerdem soll das gerade in Verhandlung befindliche Freihandelsabkommen TTIP laut Organisatoren gestoppt werden. Die Demonstration findet am 5. Juli ab 12.30 Uhr statt. Versammlungsort ist der Bahnhof Neustadt. Mehr Informationen zur Demonstration findet ihr hier.

Über Solidarische Landwirtschaft informiert übrigens das „Netzwerk Solidarische Landwirtschaft“. In ihm haben sich rund 40 Höfe aus Deutschland zusammengeschlossen.