Xenophobe und „besorgte“ Bürger, die an Montagen Spaziergänge durch Dresden organisierten, prägten und schädigten das Bild von Elbflorenz nachhaltig. Das Projekt „AG Asyl“ möchte dem entgegenwirken und zeigen, dass Dresden auch anders kann. Dazu haben sie nun das nötige Startkapital erhalten. Bei dem mit 3000 Euro dotierten „Macht was draus!“-Preis des Stifterverbandes für die Deutsche Wissenschaft wurden sie als Gewinnerprojekt ausgewählt.

Unsere Traumvorstellung ist es, am Ende beide Seiten (…) zusammen zu führen (…), so dass diese Berührungsängste abgebaut werden können.

Janina Dreier

Nun soll das Projekt mit den vorhandenen finanziellen Mitteln die Menschen informieren, aufklären und natürlich einen Dialog zwischen den unterschiedlichen Akteuren anregen. Hierzu sollen recht ungewöhnliche Mittel genutzt werden. So ist eine Idee, Bierdeckel zu bedrucken und damit direkt an die Stammtische zu gehen um Vorurteile zu bekämpfen. Außerdem arbeitet die AG Asyl unter anderem mit „Dresden für Alle“ zusammen und ist damit Teil eines größeren Netzwerks.

Es ist schwierig solche Termine in der Öffentlichkeit bekannt zu machen, auf Grund des Risikos, dass dadurch entsteht. (…) Es wird befürchtet, dass da zu viele Leute auftauchen, die Böses wollen.

Janina Dreier

Der Einsatz der Deutschlandstipendiaten ist jedoch nicht ganz ungefährlich. Bei einem von der TU Dresden auf Youtube gestellten Video zu dem Projekt, hagelte es bereits Beleidigungen. Daher hält sich das Netzwerk mit öffentlichen Terminen bedeckt.

Gespräch: Jasko Rust, Lucas Görlach