Im Rahmen der Veranstaltungsreihe Philosophische Fakultät Downtown wurde am 07.06.2015 in den Hörsaal des Universitäts Kinder-Frauenzentrum geladen. Als Referenten saßen dabei Prof. Dr. Pauline Wimberger (Direktorin der Klinik und Poliklinik für Gynäkologie), Dirk Hilbert (zum Zeitpunkt der Aufnahme Beigeordneter für Wirtschaft und Erster Bürgermeister Dresden) und Prof. Dr. Karl Lenz auf dem Podium. Moderiert wurde die Veranstaltung von Prof. Dr. Matthias Klinghardt (Dekan Philosophische Fakultät).

Eigentlich haben wir denkbar ungünstige Vorraussetzungen als Stadt. Wir haben eine hohe Akademikerquote. Wir haben eine relativ geringe Migrantenquote. Umso erstaunlicher ist, dass wir bei den Geburtenzahlen dennoch vorne liegen.

Dirk Hilbert
Prof. Dr. Pauline Wimberger I Foto: Stefan Fogel

Prof. Dr. Pauline Wimberger I Foto: Stefan Fogel

Neben den Gründen für diesen extremen Geburtenanstieg ging es vor allem darum wie man diese Zahlen halten und Familiengründung in Dresden fördern kann. Zwei Stunden lang sollte mit dem Publikum diskutiert werden. Die Zuhörer waren am Thema sehr interessiert und regten die Diskussion mit vielen Fragen an.

Was wichtig ist und immer wichtiger wird für Familien, ist warum entscheiden sie sich für die ein oder andere Klinik. Letztendlich ist es Sicherheit […] und wir haben hier eine hervorragende Zentralisierung  für Risikoschwangerschaften.

Prof. Dr. Pauline Wimberger

Es schienen sich alle Sprecher darin einig, dass die Vorraussetzungen für Familiengründung in Dresden gefördert werden und die hohe Geburtenrate beibehalten werden müsse. Wichtig sei es sich hierbei nicht nur auf die Uni zu konzentrieren. Die ganze Umgebung muss stimmen. Zum Beispiel müssen auch nach dem Studium genug Arbeitsplätze zur Verfügung stehen, damit die Absolventen auch in Dresden bleiben. Professor Lenz betonte, dass auch untraditionelle Familienmodelle und Geschlechterrollen unterstützt werden müssen. Frauen einfach vor die Wahl Kind oder Karriere zu stellen sei nicht zielführend.

Was man klar an der europäischen Entwicklung sieht, Kinder kommen nicht dann wenn man quasi die Möglichkeit des Berufsausstiegs schafft […]. Ganz wesentlich kommt es darauf an, wie man die Vereinbarkeit von Familie und Beruf fördern kann.

Prof. Dr. Karl Lenz

In etwas gekürzter Fassung gibt es die Veranstaltung hier zum Nachhören.