Am liebsten würde ich an dieser Stelle „die“ Story über Brant Bjork erzählen. Sein Leben und sein musikalischer Werdegang in drei kurzen und knappen Absätzen zusammengefasst. Leider funktioniert das bei dem Gründungsmitglied der Band Kyuss nicht wirklich. Es gibt zu viele Geschichten, zu viele Bands, in denen er gespielt und zu viele Platten, die er aufgenommen hat, um es kurz und knackig zu verpacken. Ich versuche es dennoch.

Palm Desert, Californien. Anfang der 1990’er Jahre gründet der gerade mal siebzehn Jahre alte Brant Bjork mit freunden eine Band, die heute neben Nirvana als eine der einflussreichsten Rockbands der USA gilt. Ihr Name: Sons Of Kyuss. Inspiriert von Punk und Proto-Metal kreieren die Freunde John Garcia, Josh Homme, Chris Cockrell und Brant Bjork einen neuen Sound, für den sie selbst zwar keinen Namen haben, der kurze Zeit später aber unter der Bezeichnung Stoner-Rock bekannt wird.

Nach drei Alben steigt Brant Bjork als Drummer bei Kyuss aus, um sich eigenen Projekten zu widmen. Zusammen mit seinem ehemaligen Kyuss-Kollegen Josh Homme ruft er die Desert Sessions ins Leben, aus denen später Bands wie Queens Of The Stoneage oder Eagles Of Death Metal hervorgehen.

Einige Zeit verdingt sich Brant Bjork als Schlagzeuger bei Fu Manchu, bis er im Jahr 1999 sein erstes Soloalbum Jalamanta herausbringt. Ein vollkommen von ihm allein konzipiertes und eingespieltes Album und heute ein Meilenstein im Desert-Rock.

In den nächsten zehn Jahren nimmt er acht weitere Alben auf. Sein Sound schwankt dabei zwischen stärker von Funk inspirierten Alben bis hin zu eher härteren Platten , die in Richtung seiner Stoner-Rock-Wurzeln zeigen.

Die letzten vier Jahre war es etwas ruhiger um Brant Bjork, man hörte nur wenig von ihm als Solokünstler. Er hatte sich mit einigen seiner ehemaligen Kyuss-Mitglieder zusammengetan, um – ohne Josh Homme – ein neues Album unter dem Bandnamen Vista Chino aufzunehmen. An dem Sound hat sich aber seit Anfang der 1990’er wenig getan.

Gegen Ende des letzten Jahres konnte man dann endlich wieder neues Solomaterial von Brant Bjork hören. Die Fast-Kyuss-Reunion und das ausgiebige Touren scheinen sich auch in seinen neuen Songs widerzuspiegeln. Das Album Black Power Flower ist sehr direkt und hart. Eine schnörkellose Rückbesinnung darauf, dass der ehemalige Schlagzeuger mit Punk-Rock groß geworden ist. Auch wenn seine Interpretaion das nur erahnen lässt.

Am 26. Juli spielt Brant Bjork & The Low Desert Punk Band in der Groovestation in Dresden und wir haben noch 2×1 Freikarte für die Show zu vergeben. Schreibt einfach eine Mail mit dem Betreff „Jalamanta“ und eurem vollen Namen an gluecksfee@campusradiodresden.de