Zum 21. Mal tagte die UN-Klimakonferenz mit einem neuen Ergebnis: Das Paris-Abkommen. Es war das weltweit größte diplomatische Treffen mit 45.000 Teilnehmern. Einer von ihnen war Andreas Sieber. Er ist Mitglied von Climate Tracker, ein Netzwerk aus weltweit 2000 Journalisten und Bloggern, die junge Menschen über den neuesten Stand der Klimapolitik informieren.
15 Mitglieder der Climate Tracker aus 15 verschiedenen Ländern durften an der diesjährigen UN-Klimakonferenz teilnehmen und haben darüber exklusiv in weltweiten Medien berichtet bzw. getrackt. Doch das war nur eine ihrer wichtigen Aufgaben in Paris, wie Andreas Sieber erklärt.

Einerseits haben wir haben wir sozusagen der Welt da draußen erzählt, was eigentlich los ist in den Verhandlungen. Andererseits haben wir auch versucht, dass, was sich die jungen Menschen da draußen in der Welt wünschen, hereinzutragen in die Verhandlungen und an die Politiker heranzubringen. Das ist das, was wir im Wesentlichen als Climate Tracker machen.

Andreas Sieber (Mitglied von Climate Tracker)

Im Jahr 1997 wurde bereits das Kyoto-Protokoll verabschiedet. Dies galt jedoch nur für die Industriestaaten als Hauptverantwortliche der globalen Erwärmung. Im Paris-Abkommen sei das nun anders.

Was wir in Paris gesehen haben, ist, dass das erste Klima-Abkommen beschlossen wurde, das verbindlich Klimaschutz für alle Staaten der Welt bedeutet. […] Das ist wirklich ein historischer Schritt.

Andreas Sieber (Mitglied von Climate Tracker)

Doch dieser Schritt muss jetzt auch in die Tat umgesetzt werden, wie z. B. die festgeschriebene Begrenzung der Erderwärmung um 1,5 Grad Celsius . Außerdem würden erstmals die Klimaschutzziele aller fünf Jahre überprüft und Entschädigungen an Länder, die bereits Schäden durch den Klimawandel zu verzeichnen haben, gezahlt, wie beispielweise an die Philippinen.
Trotz dieser großen Entscheidungen bleibt Andreas Sieber realistisch und zieht nach den Verhandlungen in Paris sein abschließendes Fazit.

Es ist historisch, es ist ein Fahrplan, aber es ist nicht der Endpunkt und nicht die endgültige Lösung für das Problem des Klimawandels.

Andreas Sieber (Mitglied von Climate Tracker)