Die Inspiration zu dem Theaterstück stammt aus zwei Filmen, die bereits in den 60er und 70er Jahren abgedreht wurden: Rainer Werner Fassbinders „Die dritte Generation“ und Jean-Luc Godards „Masculin-Feminin oder: Die Kinder von Marx und Coca Cola“. Doch das, worum es in den Filmen geht - Revolution, Terrorismus und Überwachung - ist auch heute, in Zeiten ständiger Vernetzung, wieder allgegenwärtig.

Hochaktuell. Ein hochbrisantes, sehr mutiges Stück.

Nicole Tscherwinka

Direkt damit in Berührung geraten allerdings die wenigsten. Oft bleibt nur ein kurzer Schnappschuss - ein Nachrichtenfetzen - der die breiten Massen erreicht. An dieser Stelle ergibt sich die Frage, wer eigentlich diejenigen sind, die solch scheinbar weit entfernten Begriffe mit Bedeutung füllen.

Es geht um Menschen, die etwas verändern möchten – auf ihre Art und Weise.

Jonas Müller

Ausgehend von einem Fundus an szenischem Material, Zeitungsausschnitten und Zitaten entsteht eine Collage aus Perspektiven, Bildern und Identitäten. Was sonst nur einen Wimpernschlag lang, ein paar Meter entfernt, an der Ampel zu sehen ist oder als Reflexion auf einem Rückspiegel, als Gesprächsfetzen jenseits der Kopfhörer.
„Die dritte Generation – Kinder von Marx & Coca-Cola“ versucht dem Ganzen Gestalt zu verleihen. Letzten Endes sind es die Angst, das Unverständnis und irgendwie auch die Absurdität, die dem Fremden gegenüber empfunden werden.

Inszeniert wird das Stück von den Frei-Spielern in Zusammenarbeit mit der Hochschule für Bildende Künste und dem Kulturschutzgebiet Projekttheater. Zu sehen ist es an den Kunsttagen im Sektor Evolution am 16. und am 17. April jeweils um 19.30 Uhr.

Der Beitrag ist im Rahmen des Tutoriums des Campusradio Dresden im Wintersemester 2015/2016 entstanden und zu hören ist einer der Teilnehmer, Marvin Neidhardt.