Horus soll Papa Osiris als König von Ägypten beerben, doch Onkel Set hat grad schlechte Laune und crasht die Zeremonie. Gemeinsam mit einem Sterblichen muss Horus nun seine Heimat retten.

Klassische Mythologien haben schon immer Hollywood-Studios angezogen. Man nehme einen unbedarften Helden und lasse ihn gegen Zeus, Rah oder Odin antreten, fertig ist die Gelddruckmaschine. Gerade neuere Filme aus diesem Sub-Genre, wie Kampf der Titanen oder Percy Jackson, konnten aber qualitativ nur selten überzeugen. Zu sehr wirkten sie wie lahmes, leidenschaftloses Gekloppe. Gods of Egypt scheint sich darin einzureihen und hat auf dem Papier auch kaum Argumente für sich. Einen netten Cast, bekannte Götter und große Monster führen zu keinem Jubelsturm mehr.

Der zunächst schlechte Eindruck bewahrheitet sich auch – zunächst. Die dröge Geschichte, die hauchdünnen Charaktere und merkwürdigen Computereffekte sollten dem Film eigentlich das Genick brechen. Doch irgendwie schafft es Gods of Egypt immer wieder kurz vorm Abgrund das rettende Seil zu erreichen. Es macht dann doch Spaß, all dem Unfug zu zugucken und sein Gehirn kurz auf Stand-By zu stellen. Wer damit kein Problem hat, kann sich ab dem 21.04.2016 in der actionreichen Wüste sonnen.