„Stäbchen rein, Spender sein!“ Der Werbespruch der DKMS, der Deutschen Knochenmarkspenderdatei, klingt einfach. Und das ist er auch, der erste Schritt zur Stammzellspende. Als SpenderIn kommt jeder gesunde Mensch zwischen 18 und 55 Jahren in Frage. Gesund heißt, zum Beispiel keine bestimmten chronischen oder genetischen Krankheiten zu haben, doch selbst in diesen Fällen kann es Ausnahmen geben. Das Wichtigste ist und bleibt zunächst die Motivation sich registrieren und seine Gewebemerkmale typisieren zu lassen.

Besonders junge Menschen kommen aufgrund ihrer hohen Vitalität als SpenderInnen in Frage, doch nur ein Prozent aller StudentInnen in Deutschland haben sich bislang typisieren lassen. Die Gründe sind vielseitig, etwa die Sorge um den Schutz der eigenen Daten, aber besonders häufig die Angst und Unwissenheit über die genaue medizinische Vorgehensweise bei einer Stammzellspende. Katja und Lukas sind zwei von 15 Mitgliedern der Hochschulgruppe AIAS Dresden und möchten genau diese Ängste abbauen und über die Risiken und Chancen einer Stammzellspende aufklären.

Wir machen uns ja persönlich um sovieles Gedanken und möchten immer, dass es uns und unseren Liebsten gut geht. Und wenn wir uns aber jetzt noch überlegen, dass wir eben zum Beispiel durch einen Eingriff wie die periphere Stammzellspende jemanden das Leben retten können, was das für uns für einen […] kleinen Aufwand bedeutet im Vergleich dazu, dass es für jemanden anderen das ganze Leben bedeutet, […] das bewegt mich stark.

Katja, Mitglied der Hochschulgruppe AIAS Dresden

Der Name Aias kommt aus der griechischen Mythologie und wurde bewusst von der studentischen Initiative gewählt. Es war der Name eines Kriegers, der besonders durch seine große Tapferkeit und Hilfsbereitschaft im trojanischen Kampf hervorgestochen sei. Solch eine Hilfsbereitschaft wünschen sich die ehrenamtlichen Mitglieder von AIAS Dresden auch für unsere gegenwärtige Gesellschaft.

Es soll gar nicht so weit kommen, dass jemand aus dem [eigenen] Umfeld erkrankt und dass man dann erst denkt, „oh ja, ich muss mich typisieren lassen“. […] Es erkrankt alle 16 Minuten jemand an Blutkrebs. […] Und dementsprechend ist es genauso wichtig, dass man das auch jetzt schon weiß und darüber sich entscheiden kann, ob man es möchte. […]

Lukas, Mitglied von Hochschulgruppe AIAS Dresden

Lukas hat sich vor zwölf Jahren typisieren lassen, doch bis heute kam er noch nicht als tatsächlicher Spender in Frage. Denn was viele nicht wissen: Bei nur etwa zehn Prozent aller Registrierten stimmen die genetischen Merkmale mit einem Patienten überein. Umso wichtiger ist jeder, der sich für eine Registrierung in der Deutschen Knochenmarkspenderdatei entscheidet oder sich zumindest erstmal damit auseinandersetzt.

Die Rekord-Registrierungsaktion der Hochschulgruppe AIAS Dresden findet am 25. Mai von 10 bis 17 Uhr am Hörsaalzentrum der Technischen Universität Dresden (Bergstraße) sowie am Uniklinikum Dresden (Medizinisch Theoretisches Zentrum) statt.