Unser Album des Monats Juni kommt aus Southhampton, Großbritannien. Russel Marsden (Gitarre, Vocals), Emma Richardson (Bass, Vokals) und Matt Hayward (Drums) sind Schulfreunde und bilden seit 2004 das Rock-Trio Band of Skulls, dass damals noch unter dem Namen Fleeing New York in Londoner Nachtklubs zu hören war.

2008 kam der neue Bandname und ein Jahr später das Debut Baby Darling Doll Face Honey. Die Band machte sich daraufhin bald als Support für Größen wie Black Rebel Motorcycle Club, Dead Weather und Muse einen Namen, und begann 2010 ihre erste große Tour durch Amerika, Kanada und Großbritannien. Es folgen zwei weitere Studioalben, Sweet Sour (2012) und Himalayan (2014), bevor die Band nach fast 10-jährigem Bestehen beschließt sich neu zu erfinden.

„Es ist definitiv eine neue Ära. Die ersten drei Alben waren eine Trilogie, ein abgeschlossenes Werk in sich.“

Russell Marsden

12 Songs sind auf dem neuen Album By Default, die in einer Baptistenkirche in der Heimat des Trios Southhampton entstanden sind. Zugegebenermaßen muss man schon genau hinhören um herauszufinden, wo sich die wiedergeborenen Band of Skulls von den alten Knochen unterscheiden. Die Instrumentierung ist nach wie vor dieselbe, genauso wie die eingängigen Rock’n’Roll-Strukturen. Ihre Songs funktionieren eben mit simplen Melodien, sind aber immer auf den Punkt: unprätentiös, entspannt bis düster.

Band of Skulls sind auch auf ihrem neuen Album vielfältig. Beim Songwriting bringen alle drei ihre Ideen ein und das hört man auch. Von Blues über Funk zu anmutenden Balladen, der Sound glänzt durch seinen Abwechslungsreichtum.

Wer die konstante Bands of Skulls-Qualität schätzt, wird es der Band auch nicht übel nehmen, dass die Wiedergeburt eher wie eine Reproduktion mit kleinen Veränderungen an den Feinheiten daherkommt. Ihr Style hat das Trio dort hin gebracht, wo sie heute sind. Zusammen mit Bands wie den Black Keys oder The Kills prägen sie den neuen Indie Rock, der in den 2000ern geboren und noch längst nicht ausgestorben ist.