Nach einer sehr interessanten Fährfahrt, auf der wir jungen Studenten mit Abstand die Nüchternsten waren und immer wieder von betrunkenen finnischen Frauen angepöbelt wurden, erreichten wir leicht gereizt Helsinki. Man sollte dazu erwähnen, dass Estland von Finnen noch immer zum günstigen Alkoholerwerb genutzt wird. Helsinki bei Nacht entschädigte uns aber schnell mit einem sehr schönen ersten Eindruck. Eine besondere und landestypische Überraschung erwartete uns im Hostel: Selbst das günstigste Hostel Helsinkis ist mit einer Sauna ausgestattet.

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In Espoo.

Am nächsten Tag ging es an die Aalto Universität nach Espoo. Dort wurden wir überaus freundlich von Professor Lund und seinem Team empfangen. Dieser Termin sollte eher unter dem Gesichtspunkt der Energietechnik anstatt des Verkehrswesens stehen. Uns wurde eine Bohrung für ein 7 km tiefes Geothermie-Kraftwerk, verschiedene physikalische Labore und der (Wald-)Campus der Uni gezeigt. Professor Lund lud uns auch noch zum Mittagessen ein und bot uns an, eine seiner Vorlesungen zu besuchen. Da diese stark in die Richtung der Verkehrsökologie ging, fühlten wir uns ein wenig an Dresden erinnert. Die Aalto Universität ist eine Uni auf höchstem Niveau, mit einem sehr schönen Campus und ausgeprägtem Studentenleben. Wer sich für ein Auslandssemester im Norden interessiert, dem sei diese Uni zu empfehlen. Noch einmal herzlichen Dank an Professor Lund und sein Team, die uns diesen Besuch ermöglichten.

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Der zweite Tag in Helsinki war eher touristisch geprägt. Wir besuchten ein altes Fort auf einer Insel draußen vor der Stadt und schauten uns auch die Innenstadt noch einmal etwas genauer an. Abends ging es dann mit dem Zug nach St. Petersburg.

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