Das Tonlagen-Festival in Dresden zeigt uns vom 19. bis 29. Oktober die vielen Facetten von Musik. Eine davon ist die Lichtmusik. Mit Kupferkabeln und anderen elektronischen Verstärkern modifiziert, können die Scheinwerfer und Lampen eine beeindruckende Lautstärke erreichen. Wir haben die Lichtmusik-Veranstaltung besucht und stellen die außergewöhnliche Kunst genauer vor.

Die „Flimmerskotom“ Gruppe musizierte im ersten Teil der Aufführung. Die Studenten aus Gießen wurden in einem Seminar auf einige Theaterscheinwerfer aufmerksam und inszenieren mithilfe eines Gerüsts aus Lampen ihre Lichtpartikel-Show.

Wir machen die musikalische Seite und hoffen, dass die Zuschauer sich die Freiheit nehmen, zu interpretieren.

Gregor Glogowski, Flimmerskotom 

Den zweiten Programmpunkt übernahm die italienische Zweimann-Gruppe „Quiet Ensemble“. Sie entdeckten zufällig die zusätzliche Eigenschaft von Neonröhren und schufen eine elektrisierende Vorstellung. Fabio Di Salvo und Bernardo Vercelli stellten ihre leistungsstarken Lichtspender in einer kreisförmigen Formation auf und ließen sie ein Orchester spielen, ganz ohne Instrumente. Das anwesende Publikum bedankte sich mit viel Zuspruch.

Also das zweite Stück hat mir sehr gut gefallen. Ich habe es ein bisschen von weiter weg gesehen. Das Schöne war, das Publikum zu sehen, die frontal mit dem Licht in Konfrontation waren. […]

Zuschauerin, Lichtmusik 

Die Lichter-Show weiß, durch ihre innovative Idee zu beeindrucken – solch ein Konzert hört man nicht alle Tage. Man sollte jedoch eine Zuneigung für abstrakte Bühnenprogramme und viel Interpretationslust mitbringen, ansonsten droht Langweile und Ratlosigkeit. Wer Fan derartiger Kunstexperimente ist, sollte beide Künstlergruppen im Auge behalten. Sie planen bereits die nächsten Auftritte.