Gut drei Jahre musste sich die Fangemeinde um Die Höchste Eisenbahn gedulden. Nun bringt die vierköpfige Band nach ihrem Debüt Schau in den Lauf Hase mit Wer bringt mich jetzt zu den anderen? ihr zweites Abum auf den Indie-Musikmarkt. Zu Beginn mag der Ideenreichtum der Platte überfordern: Eine Mischung aus tiefgründigen Texte und eingängigen Melodien, lockeren Gute-Laune-Riffs und den einprägsamen Stimmen von Moritz Krämer und Francesco Wilking lässt einen aber spätestens nach dem dritten Hören nicht mehr los und setzt sich – sowohl mit Melodien, als auch mit Texten – tief im Hinterstübchen fest.

Der kollektive Songwriting-Prozess der Band war hierbei ganz entscheidend: Die Songs wurden oft nicht individuell vorgeschrieben und dann später gemeinsam verbessert, sondern entstanden als gemeinsames Kunstwerk.

Wir haben jetzt auch zu dieser Platte öfter so Sachen gemacht, dass wir gleichzeitig an einer Idee, an einem Song geschrieben haben. Einmal sogar so richtig gleichzeitig, also in einem Dokument sozusagen, zwei Geräte miteinander verbunden, und dann haben wir ins selbe Dokument hineingeschrieben. Das war sehr lustig. Ich habe eine Woche bei Moritz zuhause gewohnt, und wir haben die ganze Zeit nur geschrieben und Filme geguckt und geredet und geschrieben und Filme geguckt und geredet und geschrieben.

–Francesco Wilking

Genau das macht den Abwechsungsreichtum der Platte aus. Die vielen unterschiedlichen Meinungen und Einflüsse schaffen ganz verschiedene Möglichkeiten – hierbei betont die Band oft, dass die eigene Meinung und Kreativität der einzelnen Mitglieder im Fokus stehen. Perlende Gitarrenriffs in “Lisbeth”, der Hintergrundgesang eines Chors in “Timmy” oder der Einsatz von Streichern in “Nicht atmen” schaffen ein Gesamtkunstwerk aus verschiedenen Ideen und Konzepten, welches in der deutschsprachigen Musikwelt derzeit seinesgleichen sucht.

Genauso wie die vielen Charaktere in der Band aufeinandertreffen, werden auch auf der Platte viele einzelne besungen. Da ist Timmy, der in einem Haus mit 18 Schlafzimmern wohnt und der Cousin zweiten Grades von Mario ist, die liebe Lisbeth, Reinhardt May oder Tilman, dessen Parties oft mal ein bisschen zu ausladend werden.

Wir haben euer Interesse geweckt und ihr wollt die vielseitige Persönlichkeit von Die Höchste Eisenbahn auch mal live erleben? Dann laden wir euch ein! Sendet eine Email mit dem Betreff “Gesamtkunstwerk” und eurem Namen an gluecksfee@campusradiodresden.de und seid mit ein bisschen Glück der Gewinner von 2×2 Freikarten für das Konzert im Beatpol am 05. November!

Die GewinnerInnen werden per Email benachrichtigt!