Ihr weltweit erfolgreiches, selbstbetiteltes Debutalbum katapultierte Wolfmother 2005 in den Rockolymp und die Band macht seitdem nicht den Eindruck, diese Position jemals wieder verlassen zu wollen. Genau genommen ist das allerdings auch die einzige Einstellung, mit der die Australier ihre Stadion-tauglichen Lieder authentisch rüberbringen können, die vor Energie nur strotzen.

Bekannt wurden Wolfmother durch laute, breitbeinige und eingängige Hits wie „Woman“ oder „Joker & The Thief“, doch beschäftigt man sich intensiver mit ihrer Diskografie, stellt man schnell fest, dass sie auch das nötige Fingerspitzengefühl für ruhigere und langsamere Balladen besitzen. 

Die Band musste zwar seit ihrer Gründung einige Personalwechsel durchmachen, doch ihr Frontmann Andrew Stockdale ist nach wie vor als einziges Mitglied der ursprünglichen Besetzung mit an Bord und garantiert als hauptsächlicher Songwriter, dass die Alben den rauen Klang beibehalten, für den die Band bekannt wurde. So kommt auch das neue Album „Victorious“ laut und frech und vor Überzeugung strotzend daher und beweist ein weiteres Mal, dass man auch über 15 Jahre nach ihrer Gründung Wolfmother immer noch ernst nehmen kann und auch muss.

Mit vier starken Alben ist das Trio bestens dafür gerüstet, am Samstag den Alten Schlachthof nach allen Regeln der Kunst auseinanderzunehmen, wofür es nur wenige Anlässe gibt, die man als Alibi für Nichterscheinen vorbringen kann.

Wer also gerade neugierig wurde, oder die Jungs zum zehnten Mal sehen will, oder einfach am Samstag wahrscheinlich wirklich nichts Besseres zu tun hat, der schickt uns eine E-Mail mit dem Betreff „Victorious“ und seinem Namen an gluecksfee@campusradiodresden.de und hofft auf eine positive Antwort von uns. Viel Erfolg dabei!