Royal Republic stehen für straighten Rock, sowohl in textlicher als auch in instrumentaler Hinsicht. Hoch poetische Lyrics, welche sich ideal für komplexe Interpretationen eignen würden, sollte man nicht suchen; derartige Ansprüche stellt sich die Band nicht. Ganz im Gegenteil, der Fokus liegt auf eingängigen Klängen, die Spaß machen, sich herrlich selbstironisch inszenieren und schlicht und ergreifend unterhalten.

Eines unserer Hauptvorhaben, als wir angefangen haben, war, nicht zu heavy zu werden, uns ging es von Anfang an mehr um die Musik, als um story-telling. Wenn ein Song gut klingt, dann klingt er gut.

Adam Grahn

Dass die Jungs aus Malmö in der Lage sind, zum Mitnicken einladende Sounds und ins Ohr gehende Texte zu produzieren, haben sie mit ihren vorherigen Alben bereits bewiesen. Die aktuelle Scheibe steht dem in nichts nach. Krachende Instrumente und die vokale Bandbreite des Frontmans Adam Grahn sind feste und verlässliche Größen. Und wie zuvor kann man bei genauem Hinhören die eine oder andere textliche Perle entdecken, auch vor Reimen wird nicht Halt gemacht.

Dennoch ist Weekend Man nicht nur eine Wiederholung von bereits Bekanntem, tatsächlich wirkt das Album in sich geschlossener als seine Vorgänger. Die Snaredrum-Sounds und Gitarren-Riffs, der Rahmen also, ähneln sich in allen Songs etwas, dafür wurde in Details und ins Songwriting investiert. Die Platte ist erzählender und man könnte an einigen Stellen beinahe von einer lyrischen Entwicklung sprechen, was vielleicht an autobiographischen Einflüssen liegt, die sich beispielsweise in „Follow the Sun“ oder „Weekend-Man“ finden lassen. Dabei besteht dennoch keine Gefahr das Rockimage zu verlieren oder zu tief zu schürfen, denn thematisch behandeln die Songs weiterhin eher banale, alltägliche Angelegenheiten, wie die wochenendliche Feierei oder den Wunsch an nichts zu denken. Neu hinzu kommt auch ein grooviger 80s Vibe, welcher dem Album einen Twist verleiht und die Tanzbarkeit von Royal Republic nur verstärkt.

Die Royals sind zudem eine Band, die im Sommer bereits auf vielen deutschen Festivals bewiesen hat, dass sie besonders Live überzeugen können. Ihre Leichtigkeit reißt mit, die simplen Texte erleichtern das Mitgrölen und man kann sich auf eine energiegeladene Show verlassen.

Wer also Lust auf einen vom Tanzen durchgeschwitzten Abend Lust, jede Menge Amüsement, sowie vier charmante Schweden mit Gelfrisur hat, der kann bei uns 4×2 Freikarten für den 24.11. im Alten Schlachthof gewinnen. Zur Teilnahme benötigen wir nur eine Mail mit dem Betreff „Royaler Besuch“ und eurem vollständigen Namen an gluecksfee@campusradiodresden.de. Viel Glück!