Frau Doktor Stiehler ist die Leiterin der im Jahr 2000 gegründeten Psychosozialen Beratungsstelle des Studentenwerks Dresden, kurz PSB. Im Studiogespräch stellt sie die Beratungsstelle vor, sprach über Prüfungsangst, zunehmende Problemfelder und gab einen Ausblick über die Dinge, die sich ändern sollten.

Wenn Studierende von Sorgen, Unistress, Prüfungsangst oder Zweifeln über die Fortsetzung des Studiums geplagt werden, dann steht die PSB mit Sozialberatung, Rechtsberatung und psychologischer Betreuung zur Seite. An erster Stelle des Problemkatalogs stehen Studienabschlussprobleme (Prüfungen nicht bestanden, Überziehung von Fristen, usw.), gefolgt von Prüfungsangst und Gedanken an den Studienabbruch. In Einzel- oder Gruppengesprächen werden Möglichkeiten abgewogen, ein “Plan B” erarbeitet und Ängste abgebaut – weil man merkt, dass man mit seinem Problemen nicht allein dasteht.

Wir haben circa 1 000 Studenten im Jahr bei uns, 4 000 Anfragen und laufen an der Kapazitätsgrenze.

Dr. Sabine Stiehler Leiterin der PSB
Grundsätzlich können sich alle Studierende, die zum Studentenwerk Dresden gehören, an die PSB wenden. Für die vielen Anfragen stehen Frau Stiehler fünf Mitarbeiter zur Seite, die Beratungsgespräche führen und für statistische Erhebungen zuständig sind. Frau Stiehler gibt zu bedenken, dass es eine Vielzahl von Problemen gibt, die in den letzten Jahren zugenommen haben. Hierzu zählt sie die Zunahme psychosomatischer Beschwerden, vielschichtiger Ängste und die hohe Prüfungsdichte. Um diesen Herausforderungen zu begegnen, wünscht sie sich für die PSB mehr Personal und die Aufwertung der Studienfachberater.
Auf die Frage: “Was raten Sie denjenigen Studierenden, die sich, statt um Abschlussarbeiten zu bemühen oder für Prüfungen zu lernen, lieber Haushaltsarbeiten oder Serienstaffeln widmen?”, antwortete sie:

Man muss auch lernen, sein Handy auszuschalten!

Dr. Sabine Stiehler Leiterin der PSB
Kontaktmöglichkeiten mit der Psychosozialen Beratungsstelle:
Offene Sprechstunde:
Dienstag 10:00 – 11:00 Uhr
Donnerstag 13:00 – 14:00 Uhr
oder:
Telefon: 0351 4697–920