Mia und Sebastian sind beide nicht gerade vom Erfolg gesegnet. Sie jobbt als Verkäuferin in einem Café und träumt von einer Karriere als Schauspielern und er hat sich in den Kopf gesetzt, ein Jazz-Club zu eröffnen. Als sie aufeinander treffen, entwickelt sich kurze Zeit später eine Liebe, an die beide gar nicht mehr geglaubt haben. Sie schöpfen neuen Mut und ihre großen Wünsche scheinen in greifbarer Nähe zu sein.

Genau die richtige Mischung

Musicalfilme haben es durchaus nicht leicht, den Zuschauer zu überzeugen. Schnell werden sie kitschig, überzeichnet, bunt und einfach nervig. Der Nachfolger zu Damien Chazelles Erstlingswerk Whiplash, der ihm den Ruf als Regie-Wunderkind einbrachte, traut sich aber dieses schwierige Genre zu und badet förmlich in deren Strukturen. Ab der ersten Minute wird Vollgas gegeben – getanzt, gesungen und geschmachtet, was die Charisma-überfüllten Hauptdarsteller hergeben. Trotz dieser zuckersüßen Soße wird es aber nie zu viel. Der Film schafft es immer, eine gewisse Klasse und Erhabenheit zu bewahren und verzaubert durch seine Natürlichkeit und Verspieltheit. Der herausragende Soundtrack tut sein Übriges dazu.

Jeder, der auch nur ein bisschen etwas mit Musicalfilmen anfangen kann, sollte ab dem 12.01. in sein Kino des Vertrauens gehen. Aber Achtung: es droht akuter Ohrwurm nach dem Kinobesuch.