2016 kam man, wenn es um den neuen heißen Scheiß ging, um einen Namen nicht herum: Drangsal. Basslinienorientierter Sound, ein Hang zu Morbiden, gewaltverherrlichende und gleichzeitig amouröse Texte und ein kreativer Kopf Namens Max Albin Gruber, 23 Jahre alt aus Herxheim in der Pfalz. Jemand der seine musikalische Erleuchtung in den 80er-Jahre-Mixtapes seines Vaters fand. Er selbst beschreibt seine Musik als Brachialpop. Was wir in Form von Drangsals Erstlingswerk Harieschiam zu Ohren bekamen.

Und was macht man also mit demjenigen der so von den 80ern geprägt ist, wie derzeit kein anderer in Deutschlands Musiklandschaft? Genau, man spricht mit ihm über die Faszination des Jahrzehnts. Wie jeder von uns hat auch Max Gruber diese eine Band, die sein Leben nachhaltig verändert hat: The Smiths, die Manchester Band der 80er Jahre.

„Ich glaube noch, dass viele Generationen daran zehren werden. So wie ich mit 14 irgendwie das erste Mal The Smiths gehört hab‘ und es mein Leben verändert hat. “

Max Gruber 

Aber gehen wir jetzt mal zurück in die Gegenwart – 2017. Ein neues Album wird heiß erwartet. War es auf Harieschaim nur ein einziger deutschsprachiger Song, sollen nun vermehrt deutsche Songs zu hören sein.

Auf dem berühmten schwierigen zweiten Album besteht für alle Künstler ja immer Wiederholungsgefahr. Um genau das zu vermeiden hat sich Max Gruber den Frontmann der Stuttgarter Punkband Die Nerven, Max Rieger, zur Seite geholt. Die Zusammenarbeit der beiden ist geprägt von Gegensätzen, die sich äußerst produktiv anzuziehen scheinen.

„Wir sind halt überhaupt nicht einer Meinung, was Sound angeht. Und irgendwie sind wir doch einer Meinung. Ich glaube, was uns verbindet sind die Dinge, die wir nicht gut finden.“

Max Gruber

Spannend ist es auf jeden Fall wo die Reise für Drangsal noch hingehen wird. Der zweite Teil der „No Sleep ‚Til Harieschaim“ Tour ist mittlerweile zu Ende und uns wurde versprochen, dass es danach ins Studio geht. Harieschaim-Nachfolger – wir freuen uns auf dich!