Der Klimawandel findet gar nicht wirklich statt. Diese Aussage liest man immer wieder im Netz. Fragt man nach dem „Warum?“, erhält man als Antwort wilde Verschwörungstheorien und gefühlsgeladene Argumente. Wir leben zunehmend im postfaktischen Zeitalter, das heißt, dass die Urteilsbildung auf Gefühle und Emotionen statt auf Tatsachen beruht und so die evidenzbasierte Wissenschaft immer wieder in Frage gestellt wird. Dem möchte die internationale Forschung am 22. April gegensteuern und deutlich zeigen, welche Bedeutung die Wissenschaft für die Gesellschaft hat. Der March for Science ist eine überparteiliche Demonstration die in vielen hunderten Städten weltweit stattfindet. Dabei könnt ihr als Helfer den Tag ganz aktiv mitgestalten.

Wenn wir anfangen uns selbst über wissenschaftlich fundierte Erkenntnisse zu streiten, […] dann funktioniert auch etwas in unserer Demokratie nicht mehr.

Konstantin Macher, Mitorganisator Science March Dresden

Wo wären wir ohne das tägliche Bestreben tausender Wissenschaftler, alleine in Dresden, für eine bessere Welt? Wissenschaft bedeutet eine fortwährende Innovation und Neuerfindung. Die erste Lokomotive, Computer oder einfach nur das Internet haben ihre Geburtsstunde in vielfältigen Forschungseinrichtungen gefeiert und sind aus dem heutigen Alltag gar nicht mehr weg zu denken. Die Forschung trägt auch zur demokratischen Meinungsbildung und politischen Entscheidungsfindung in unserer Gesellschaft bei, denn durch sie können Informationen eingeordnet und Fakten auch belegt werden. In Zeiten von Fake News ist Wissenschaft unverzichtbar.

Wissenschaft sollte sich auch nicht in dem so genannten Elfenbeinturm verstecken, sondern es geht auch darum den Dialog zwischen Wissenschaftlern und Nichtwissenschaftlern voranzutreiben.

Konstantin Macher, Mitorganisator Science March Dresden

Am 22. April sind sowohl alle WissenschaftlerInnen als auch alle BürgerInnen eingeladen an der Demo teilzunehmen und gemeinsam für die Wissenschaft als Grundlage des gesellschaftlichen Diskurses einzustehen. Los geht es um 13:30 Uhr auf dem Theaterplatz. Es spricht u.a. der Rektor der TU Dresden Hans Müller-Steinhagen sowie weitere Vertreter der Forschung aus Dresden.