Viele Dresdnerinnen und Dresdner wollen das aber nicht zulassen und sich gegen Rechts engagieren. Unsere Redakteurin Franzi hat herausgefunden, welche Veranstaltungen dazu geplant sind:

In der Nacht von Donnerstag auf Freitag haben Unbekannte das Menschenkette-Transparent vorm HSZ der TU mit den Worten „Täter sind keine Opfer“ beschmiert. Pressesprecher Frank Seidel sagte uns: „Die TU will das Plakat so schnell wie möglich wieder säubern lassen.“

Polizei und Stadt wollen Nazis und Gegendemonstranten am kommenden Sonntag möglichst weitläufig voneinander trennen. Die Nazis sollen auf Altstädterseite marschieren, das Bündnis Dresden Nazifrei auf der Neustädter Elbseite. Die Menschenkette soll dabei als Schutzmantel quer durch die Altstadt und auch über die Brücken der Elbe verlaufen.
Unter anderem wurde die traditionelle Mahnwache der Grünen an der Trümmerfrau vor dem Rathaus in diesem Jahr versagt. Auch ein Mahngang auf den Spuren von Dresdner NS-Tätern wurde nicht genehmigt.

Mittlerweile ist die geplante Route der Nazis am 13. Februar bekannt geworden. Ab 15 Uhr sollen sie sich am Hauptbahnhof (Bayrische Straße) sammeln. Der Marsch soll dann weiter über die Strehlener Straße, Ackermannstraße, Zellescher Weg, Fritz-Löffler-Straße zurück zum Hauptbahnhof verlaufen.

Damit wäre auch der Dresdner Campus an HTW und TU unmittelbar von dem Naziaufmarsch betroffen. Der Rektor der TU Dresden rief daraufhin am Freitag zur Besonnenheit auf und bat Studenten, die an der Blockade von Dresden Nazifrei teilnehmen wollen, um ein friedliches Verhalten.