Seit ihrem neuen Release im Juli feiern Fink viele Erfolge. Trotz des Kurswechsels werden sie hochgelobt, weil entspannte Popmusik auf Hard Believer ihnen genauso gut gelingt wie früher Electronica. Nichtsdestotrotz sollte das neue Album der Briten nicht nur auf das Musikalische reduziert werden. Denn Hard Believer kann auch als eine Ehrerbietung an die physischen Musikträger verstanden werden.

Es ist naheliegend, dass man viel Wert auf das Aussehen der physischen Musikträger legt, wenn man seine Fans dazu bringen möchte, eine CD oder gar eine Schallplatte zu kaufen. Aber das Wort „Art“ in dem häufig benutzten Wort „Artwork“ hat häufig wenig mit Kunst zu tun. Auch wenn optisch ansprechend, so sind die CD-Verpackungen nicht zwangsweise etwas besonderes und daher erwähnungswert. Dabei ist so eine CD oder Platte eine perfekte Präsentationsfläche für junge und aufstrebende Künstler und bietet zahlreiche Möglichkeiten, verschiedene Spielarten der Kunst zusammenzubringen.

Dies haben sich im vergangenen Jahr beispielsweise The Jezabels zum Motto gemacht. Das letzte Album der Australier The Brink, alle Singles, die die Platte angekündigt haben, sowie die dazu gehörigen Konzertplakate etc. präsentierten die Kunstwerke des jungen, polnischen Künstlers Jarek Puczel, den die Band zufällig im Internet entdeckt hatte. Somit haben The Jezabels eins der interessantesten Artworks des vergangenen Jahres präsentiert und der junge Pole konnte seine Arbeiten einem breiten Publikum auf der ganzen Welt zeigen.

Nicht weniger interessant war das grafische Material der letzten Platte von Junip, in dem die schwedische Künstlerin Hannele Fernström ihre Grafiken und Fotografien vorgestellt hat.

Dieses Jahr aber sind Fink mit ihrem neuen Album Hard Believer ganz vorne dabei. Das Album hat die Form eines kleinen Buches, mit einem matten, etwas rauem Hardcover: ein Pluspunkt für die Haptik. Neben der ersten CD mit den zehn offiziellen Albumtracks gibt es noch eine zweite, auf der sich „Alternate Takes“ von vier Songs befinden. Es wird dem Hörer also etwas mehr als nur das finale Studiomaterial gegeben. Wir bekommen einen kleinen Einblick in den Entstehungsprozess, in das unfertige Material.

Obendrauf beinhaltet das Booklet auf seinem dicken, hochwertigen und matten Papier die Texte aller zehn Songs und Fotos der Band während ihrer Studioarbeit. Klingt wie ‚damals‘? – So fühlt es sich auch ein bisschen an. Dabei ist jedoch nicht zu vergessen, dass der absolute Mehrwert dieser CD darin besteht, dass sie Werke eines talentierten Künstlers zeigt. Das Cover, sowie das komplette Booklet präsentieren die Arbeiten von James Lake.

„With the album’s cover I wanted something bold and esoteric, but the image also had to emit a…traditional rhythmn and blues sensibility, something home grown and close to the heart.“

James Lake

Für alle, die eine besondere CD in ihr Regal stellen möchten und viele entspannte Abende mit der Musik von Fink verbringen möchten, ist Hard Believer genau das Richtige. Drei von euch können wir noch diese Woche glücklich machen, denn wir verlosen noch drei Exemplare des Albums. Schickt uns eine E-Mail mit eurem Namen und dem Betreff „Für alle Sinne“ an gluecksfee@campusradiodresden.de. Die Gewinner werden am Sonntag bekanntgegeben. Viel Glück!