John Barret gehört zu jenen Menschen, die Dinge einfach selbst in die Hand nehmen. Sie machen es einfach, scheren sich einen Dreck um andere Meinungen und kümmern sich vor allem um ihren eigenen Kram. John hat zwei Alben im Alleingang aufgenommen und produziert. Er war verantwortlich für die ersten Touren der Band und auch maßgeblich an den Entwürfen der Bandshirts beteiligt, die er dann, nach der Show, auch selbst am Merch-Stand verkaufte. Außerdem raucht er Kette und hat einen latenten Hang zum Alkoholismus.
Für John’s Musik spielt das aber keine Rolle. Ihm geht es immer darum, einen guten Song zu schreiben. Und genau das vermag John Barret auch. Er kann verdammt gute Rocksongs schreiben. Mit eingängigen Melodien, trockenen Riffs und einfachen Sing-Along-Texten, über Liebe, Drogen und Angstzustände.
Drei Jahre arbeitete Barret bei Fat Possum Records, angeblich als “schlimmster Angestellter”, bevor er sich in seinen Keller zurück zog, um sein Debutalbum aufzunehmen. In Eigenregie eingespielt und produziert, hatte er mit Fat Possum auch gleich ein Label an der Hand, das sein rohes Erstlingswerk, GB City, herausbrachte.
„He wrote and recorded the whole record himself using just a drumset, a guitar, a usb microphone, a computer, and a shitload of talent.“
Natürlich spielt Barret seine Songs auf der Bühne nicht allein – obwohl er das früher tat. Die ersten Touren bestritt er mit Colin Sneed an den Drums. Für Rip This, dem dritten Album von Bass Drum Of Death, holte sich Barret Len Clark an die Drums und als festes Mitglied in die Band. Zum ersten Mal nahm Barret also ein Album nicht im völligen Alleingang auf.