Hinter dem Namen L’aupaire steht der mit Kinderbetreuung eher wenig am Hut habende Singer-Songwriter Robert Laupert, der allerdings tatsächlich im Rahmen eines USA-Austauschs mit Musikmachen angefixt wurde. Denn seine Gastfamilie hatte einen Raum voller Instrumente - und Laupert, ohne musikalische Vorkenntnisse, griff einfach mal zu. Später zog er zur kreativen Weiterentwicklung nach Budapest um, wo er durch die Isolation zu sich fand und durch das Schreiben den Grundstein für seine spätere Karriere legte. Diese schwierigen Umstände sind in seinen melancholischen, verloren wirkenden Songs teilweise immer noch zu hören. Aber nicht nur die authentische Traurigkeit findet sich in seinen Songs, sondern auch eine sehr positive Form der Melancholie: Das überwältigende Gefühl, dass es gerade so gut ist, wie es noch nie war und so schnell auch nicht wieder sein wird. Dieses Gefühl wurde unter anderem von den Kings of Leon auf Albumlänge auf Come Around Sundown eingefangen, und auch L’aupaire, dessen Stimme der von Caleb Followill verdammt ähnelt, gelingt dies auf dem Titelsong seines Debüts Flowers. Das Stück handelt vom Abschied und von der gleichzeitigen Aufforderung, deswegen keinesfalls den Kopf hängen zu lassen und ist damit eines der herausstechendsten Stücke des Albums.

Gemeinsam mit mischmasch-Sounds e.V. präsentiert das Campusradio Dresden L’aupaire auf seiner „Flowers“-Tour am 20. April in der Groovestation Dresden. Für die Sause verlosen wir noch Freikarten - schreibt dafür einfach eine E-mail mit Betreff „Flowers in your Hair“ und eurem vollständigen Namen an gluecksfee@campusradiodresden.de. Die Gewinner werden am 18. April bekannt gegeben. Viel Glück!