Europa zu Gast in Sachsen. Europäische Perspektiven junger Regisseur:innen auf den Dresdner Bühnen. Wir waren für euch auch am vierten Tag des Fast Forward Festivals dabei. Außerdem haben wir bei der Sieger:innenehrung mitgefiebert und für unsere Favorit:innen die Daumen gedrückt.

Hört hier unsere Review zu Who killed Janis Joplin? von Sonja Petrovićs und The Silence of the Sirens von Laura Kutkaite. 

The Silence of the Sirens

Die Sirenen betörten schon in der Antike Männer mit ihrem Gesang, doch welche Kosten stecken hinter dieser Performance? Laura Kutkaite wirft in The Silence of the Sirens ein Scheinwerferlicht auf den Sexismus, die Ausbeutung und den Missbrauch von Frauen in der Entertainment-Industrie. Vier Sirenen verkünden ihr Schicksal auf der Bühne und treten abwechselnd in Opfer- und Täterrollen, wobei einigen mehr Gehör geschenkt wird als anderen. Schauspiel, Choreografie, Musik und Toneffekte schaffen eine unheimliche, lustige, schockierende und berührende Vorstellung, die einen ebenso wenig loslässt, wie die Zeugnisse der betroffenen Frauen.

Who killed Janis Joplin?

Janis Joplin gehört zum Club der 27. Trotz ihres frühen Todes ist sie bis heute im kollektiven Gedächtnis aller Blues- und Rockliebhaber:innen geblieben. Doch was steckt hinter dem Mythos?
Sonja Petrovićs zeichnet in ihrer Inszenierung in klassischer Theatermanier ein Bild Joplins, das von ihrer Kindheit, über erste Erfolge in San Francisco und bis zu ihrem Tod und darüber hinaus reicht. Gegenwarts- und Vergangenheits-Joplin laufen sich dabei immer wieder über den Weg und brillieren mit ihren Gesangseinlagen, sowohl Solo als auch im Duo. Begleitet durch Band und mit einem Gastauftritt von Jim Morrison, bleibt einem nichts anderes übrig als sich unentwegt im Rhythmus der Musik zu bewegen.

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Eine Review von Sara Booth, Philipp Hechtfisch und Annie Vandalewsky.