Die Musik von Fontaines D.C ist momentan Inhalt in jeglichen Musikmagazinen. Es zeigt sich: Die Band hat es geschafft berühmt zu werden, sie ist sozusagen im Mainstream angekommen. Dabei hat die Musik der Band ganz anders angefangen. Früher gab es mehr Punk, Energie und Schnelligkeit. Das neue Album der irischen Band nimmt Tempo heraus und ist von den Themen her nachdenklicher.

This year
You should come and stay here
You can follow my lead
I can help you disappear
Cinematic feeling
Understand this is your life
You can go on dreaming
You can go under the knife
Marianne

Der Refrain der Leadsingle „Marianne“ bringt einen sofort in diese düstere Stimmung. Es wird eine große Katastrophe prophezeit vor der man am liebsten in eine bessere Welt flüchten möchte. Bei diesem Lied schwappt keine gute Laune auf den Hörenden über, ganz im Gegenteil, der Pessimismus nimmt Überhand. Wer also denkt, ein Album, welches Dopamine im Titel trägt enthalt dementsprechend genau das, der hat sich geirrt. Trotzdem ist nicht alles nur melancholisch und depressiv auf diesem Album. Zum Glück, denn in einem dunklen Herbst noch ein trauriges Album zu hören kann gefährlich werden. Schließlich ist ja nicht alles immer schlecht. Wer einen Up-Beat Song hören möchte, der kann es mit „Japan“ probieren. 

An die neue Musik  musste ich mich erstmal gewöhnen, womit ich nicht der einzige war. Zwar erhält das Album weitgehend positive Kritiken von beispielsweise Pitchfork oder Rolling-Stone-Magazine, jedoch wird häufiger die repetitive Produktion angeprangert. Als jemand der die Musik schon länger verfolgt, musste auch ich mich erstmal daran gewöhnen. Vieles klingt beim ersten Hören gleich. Man hat sich das ganze Album angehört, kann aber mit keiner großen Sicherheit sagen, welches Lied wie klingt.

Erst nach dem dritten Mal hören hat es mir besser gefallen. Eben diese Produktion, welche ich anfänglich noch kritisierte, hat mich jetzt überzeugt. Es gibt viel düstere Synthesizerklänge und klangvolle Orchester und auch die tiefe Stimme vom Leadsänger erzeugt viel Stimmung. Deswegen sollte dieses Album auf jeden Fall mit Kopfhörern genossen werden, am besten zuhause vor dem Fenster mit einer Tasse Tee in der Hand. Wer Fan von The Cure oder Depeche Mode ist, der sollte unbedingt mal reinhören. Es passt also perfekt in einen regnerischen Herbst, in dem die Tage immer kürzer werden. Mein Lieblingslied bisher: One Man.