Zwischen dem 14. und 19. April hieß es für uns mal wieder sitzen, gucken, nachdenken. Wie jedes Jahr haben wir die sechs Tage voller Kurzfilme, Interviews und Diskussionen bis zum äußersten ausgekostet und genossen. Die 38. Ausgabe des Filmfest Dresden fand dieses Jahr unter dem Schwerpunkt Work In Progress statt und zog damit (erfreulicherweise) eine Rekordzahl an Besucher:innen ins Kino. Ein gutes und wichtiges Zeichen für die Kulturszene hier in der Region, wie wir finden, und eine Bestätigung der Bedeutsamkeit sowie Beständigkeit von Filmen und Kino in (globalen wie gesellschaftlich) schwierigen Zeiten. In zwei Podcast-Folgen könnt ihr gemeinsam mit uns das Filmfest noch einmal Revue passieren lassen, in schönen Erinnerungen schwelgen oder euch eine geballte Ladung Motivation für den nächsten Kinobesuch abholen.
Im ersten Teil unseres Festivalrückblicks zeichnen wir ein kleines Stimmungsbild des Festivals und besprechen folgend zwei unserer Programmhighlights. Der Mitteldeutsche Wettbewerb liegt uns nicht nur wegen des regionalen Fokus besonders am Herzen, sondern bietet außerdem durch die Anwesenheit vieler Filmschaffenden jedes Jahr erneut einen spannenden Einblick hinter die Kulissen der Filmproduktion. Der Wettbewerb nahm uns mit auf eine Reise – von einer therapeutischen Unterhaltung mit einem Call-Center-Mitarbeiter über Tränen am Meer und Kühen auf Inseln bis hin zu Skatern in Kirgisistan. Meeresrauschen gegen die Leere, Herzschmerz bei einer flauschigen Kommandosoldatin und letzte Spuren nach dem Tod – diese Themen ließen uns auch Wochen nach dem Anschauen nicht mehr los. Wir sprechen im Podcast über die Filme Cold Call von Stefanie Schroeder, Alles liegt auf ihr und ist die Welt von Annie Krause, Neither Fish Nor Fowl von Clara Helbig, Unbemerkt verstoben von Alina Cyranek und Eine Tochter und zehn Söhne von Finn Ole Weigt und Paula Milena Weise.
Neben dem Mitteldeutschen Wettbewerb begeistert uns auch der Fokus Québec immer wieder im Sonderprogramm, welcher dieses Jahr sein 20-jähriges Jubiläum feierte. Ästhetik und Form standen diesmal im Vordergrund und zeigte ein kulturell vielfältiges und abwechslungsreiches Programm. La lutte (1961) von Marcel Carrière, Michel Brault, Claude Fournier und Claude Jutra führte uns auf charmante Art und Weise in die Welt des Wrestlings ein, wohingegen uns Juste moi et toi (Just Me and You) (2019) von Sandrine Brodeur-Desrosiers auf einen emotional sowie moralisch schwierigen Vater-Tochter-Ausflug mitnahm. Zuletzt gaben wir uns mit Jazz Infernal (2025) von Will Niava noch einem schnellen, wilden und leidenschaftlichen Jazz-Konzert für Augen und Ohren hin.
ZEITSTEMPEL
- 00:00 Anmoderation, Festivalstimmung und Allgemeines
- 08:35 Mitteldeutscher Wettbewerb
- 46:09 Fokus Québec






