Tocotronic Gitarrist Rick McPhail und Deichkind Mitglied Sven Janetzko haben sich bereits 2013 zusammengetan, um ihre überschüssigen kreativen Energien in einem gemeinsamen Projekt auszuleben: Mint Mind war geboren. In wechselnder Besetzung wurde eine zweite Gitarre mit ins Boot geholt und die ersten Konzerte absolviert. Im März 2014 folgte dann das Debüt-Album Near Mint. Hier haben sich die studio- und bühnenerprobten Musiker nochmal ohne große Erwartungen ausprobieren und austoben zu können. Das Ergebnis ist eine wunderbar schrammelig, psychedelische Mischung aus Indierock, Garage und Grunge.

Das Konzept dabei ist relativ einfach: Zwei Gitarren, ein Schlagzeug, tanzbare Riffs, catchy Refrains, und jede Menge Effektboardeinsatz. Ihren Sound umschreiben die beiden Herren selbst als „fuzzywuzzytrippyhippieindie“. Das klingt ziemlich abstrakt, beschreibt den Stil von Mint Mind aber recht gut. Es rauscht, brummt, sirrt und zischt an allen Ecken und Enden. Aus den Effektgeräten wird noch das letzte herausgeholt, Fuzz-Gitarren, verzerrte Vocals und Wah-wah Pedale prägen insgesamt das Klangbild. Bei aller Experimentierfreude bleiben die Jungs aber immer auf dem Indieteppich und die Songs stets kompakt und eingängig.

Das Live spielen mit Mint Mind ist für die routinierten Musiker ebenfalls ein interessanter Kontrast zu ihrem Tourleben mit den Indierock/Elektropop-Größen Deichkind und Tocotronic. Während man mit diesen Stadien füllt und als Headliner auf den großen Festivals der Saison unterwegs ist, steht man mit Mint Mind wieder in kleinen, stickigien Clubs vor ein paar dutzend verschwitzten Musikfans. Dieser Kontrast ist für die Künstler jedoch keinesfalls negativ, sondern wird eher als wilkommene Abwechslung betrachtet.

Live spielen wir immer auf Anfrage. Meisten kontaktieren die Leute uns, und wenn es terminlich passt, sagen wir Ja. Wir haben da auch keine große Erwartungen und nehmen keine Festgage. Ein sehr gutes Gegenstück zu Tocotronic, bei denen immer alles sehr lange im Voraus geplant wird. Mit Mint Mind spielen wir auch spontan und pennen privat irgendwo. Diese Balance zu haben, ist sehr nett.

Rick McPhail

Wer sich davon überzeugen möchte, dass die beiden „middle aged folks“ immer noch abliefern können, hat am 21. Dezember die Möglichkeit dazu. Das Campusradio Dresden verlost 2×2 Freikarten für das Konzert im Alten Wettbüro. Wer mitmachen möchte, schickt einfach eine Mail mit dem Betreff „Fuzzywuzzytrippyhippieindie“ und seinem Namen an gluecksfee@campusradiodresden.de. Die Gewinner werden bis zum 19. Dezember benachrichtigt.

Wir wünschen viel Erfolg!