Bei der Einweihung des neuen Supercomputers HRSK-II der TU Dresden am 13.5.2015 kamen nicht nur der Rektor der TU, Hans Müller-Steinhagen und der Direktor des Zentrums für Informationsdienste und Hochleistungsrechnen Wolfgang Nagel, sondern auch Ministerpräsident Stanislaw Tillich und die Bundesministerin für Bildung und Forschung Johanna Wanka. Warum dieses Aufgebot an politischen Persönlichkeiten für einen einfachen Computer?

Wir wissen, dass wir als Menschen circa 60 Sekunden brauchen, um eine Multiplikation von zwei elfstelligen Zahlen auszuführen. Wenn das ein Rechner schnell kann, […] dann kann er eine Milliarde Rechenoperationen pro Sekunde ausführen. Das heißt, Sie müssten auf das, was sie [mit dem HRSK-II] in einer Stunde machen, 5 Jahre warten.

Prof. Dr. Wolfgang Nagel

Der neue Supercomputer soll natürlich in erster Linie die Forschung in Sachsen stärken. Im Moment nutzen schon etwa 120 Programme aus dem ganzen Bundesland den Rechner. Hierbei geht es zum Beispiel um die Auswertung von Bildern oder um die Simulation von Verbrennungsvorgängen, aber auch Crash-Simulationen werden durchgeführt.

Was neu ist, ist, dass wir auch in den Bereich „Big Data“ gehen, sodass wir an die Auswertung von sehr großen Datenbeständen denken.

Prof. Dr. Wolfgang Nagel

Trotz der enormen Geschwindigkeit, die der HRSK-II bietet und dem damit verbundenen Nutzen, wird es sich – wie ein normaler Haushaltsrechner auch – nach nur circa 5 Jahren überholt haben. Sowohl aus der Sicht auf die Rechenleistung, als auch mit Blick auf die Energieeffizienz und das, obwohl das neue Rechenzentrum an der TU Dresden gerade mit dem Preis für „Energie- und Ressourceneffizienz“ ausgezeichnet wurde.

Meiner Meinung nach ist der Exzellenzstatus der Universität nur zu halten, wenn wir ausreichend Möglichkeiten für die schnelle Aufarbeitung von Daten bieten.

Prof. Dr. Wolfgang Nagel